Freitag, 9. Dezember 2016

Das süße Finale: Bratapfel-Tiramisu für das Weihnachtsmenü 2016

Ihr Lieben, heute sind wir bereits am Ende unserer Menüwoche angekommen und ich kann euch sagen: es hat uns allen unglaublich viel Spaß gemacht! Während der Vorbereitung und Koordination ging es phasenweise etwas drunter und drüber und jeder hatte diesen einen Punkt an dem er dachte: 'warum wollte ich da bloß mitmachen?' - aber am Ende hat alles super geklappt.
Bevor wir uns nun gleich dem süßen Finale zuwenden, möchte ich ein großes DANKESCHÖN an die tollste Weihnachtsmenü-Truppe 2016 schicken: Irina, Janina, Jens, Malte, Nadine, Sarah & Steph - es war mir eine Ehre! Danke für den herrlich unkomplizierten Austausch in den letzten Wochen.
Unser schönes Banner hat übrigens Irina entworfen und farblich auf jeden Blog abgestimmt ♥

Mein Dessert habe ich, genau wie die Suppe, so ausgewählt, dass ihr es bequem vorbereiten könnt. Gerne am Vortag, denn es gibt Tiramisu und das darf, beziehungsweise muss durchziehen.
Kalte Nachspeisen sind generell empfehlenswert, nach mehreren Gängen werdet ihr mir dankbar sein für diesen Wink mit dem Zaunpfahl, glaubt mir. Während andere vor dem Ofen um ein Souffle bangen oder noch schnell einen Kuchen rühren, geht Team Soulfood an den Kühlschrank und zaubert folgende Köstlichkeit daraus hervor:

Bratapfel-Tiramisu (ohne Alkohol)

Bratapfel Tiramisu von Jankes Soulfood

Zutaten für 4 Portionen:
  • 3-4 aromatische Äpfel (je nach Größe)
  • 2 TL Butter
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 250g Mascarpone
  • 2 sehr frische Eigelb
  • 40g feinster Zucker (oder Puderzucker)
  • etwa 75g Löffelbiskuits (10 Stück)*
  • Zimt zum Bestreuen
*Bei Lecker macht Laune findet ihr ein Rezept für selbstgemachte Löffelbiskuits [KLICK]

Viertelt die Äpfel und entfernt das Kerngehäuse. Nicht schälen.
Reibt die obere Seite leicht mit Butter ein und setzt die Stücke mit der Schale nach unten in eine Auflaufform  Zimt und Zucker darüber streuen und im vorgeheizten Backofen auf 200°C Heißluft 15-18 Minuten garen.
Die Stücke sollten nicht zu matschig werden. Sobald die Äpfelchen anfangen einzureißen, sind sie meistens genau richtig. Anschließend abkühlen lassen.

Eigelb und Zucker mit dem Mixer dick cremig aufschlagen. Die Masse wird dabei immer heller.
Unter Rühren löffelweise die Mascarpone zugeben bis sie komplett eingearbeitet ist.

Beginnt beim Schichten mit den Löffelbiskuits. Für meine Gläser habe ich sie in kleine Stücke gebrochen.
Darauf folgt der Bratapfel, den ihr optional mit einem Löffel ganz einfach von der Schale nehmen könnt. Mir persönlich schmeckt die Schale auch IM Tiramisu.
Weiter geht es mit der Mascarpone-Creme und anschließend wird das Ganze wiederholt.
Mit Folie abgedeckt und gut gekühlt durchziehen lassen. Vor dem Servieren mit Zimt bestreuen.

Tipp: Persönlich mag ich es lieber, wenn die Biskuits nicht komplett mit Flüssigkeit durchzogen sind. Ihr könnt sie  für euer Tiramisu natürlich auch mit etwas Apfelsaft oder Calvados tränken.

Weihnachtsmenü 2016 Bratapfel Tiramisu


Mein Weihnachtsmenü 2016 im Überblick

06. Dezember 2016 - kalte Vorspeise
-
07. Dezember 2016 - Suppe
-
08. Dezember 2016 - Hauptspeise
-
09. Dezember 2016 - Dessert
Bratapfel-Tiramisu
-
11. Dezember 2016 - Eindecken & Deko



Und hier findet ihr die köstlichen Desserts der anderen:

Kleiner Kuriositätenladen
Sweet Pie 
Bei Nadine gibt es eine Birnen-Schokoladen-Karamell-Tarte

gekleckert.de
Bei Jens gibt es eine Mandeltarte mit Orange und Schokoeis

Lecker macht Laune

Kleines Kulinarium

Gaumenpoesie
Irre Kochen


Donnerstag, 8. Dezember 2016

Fruchtiger Rehrücken als Hauptspeise für das Weihnachtsmenü 2016

Liebe Soulfoodies,
heute sind wir beim Höhepunkt unserer Weihnachtsmenüwoche angekommen und präsentieren euch das Herzstück eines jeden Dinners: die Hauptspeise. Ihr findet sie auf unseren Blogs 8x völlig individuell interpretiert und köstlich umgesetzt. Bei mir in der Soulfood-Küche gibt es dieses Jahr Wild. Manchmal überrascht es mich tatsächlich noch selbst: vom ehemaligen Vegetarier zum Rehrücken an Weihnachten hat es immerhin 12 Jahre gebraucht. Inzwischen genieße ich sehr selten solch ein gutes Stück Fleisch und ziehe es jedem Angebot im Supermarkt vor. Wir haben zwei wirklich vorzügliche Quellen für Wild aus unseren heimischen Wäldern und wenn es Fleisch gibt, das ich mit Genuss essen kann, dann dieses (mehr dazu weiter unten und in diesem älteren Beitrag).

Da meine anderen Gänge alle eine fruchtige Komponente enthalten, durfte sie im Hauptgang natürlich nicht fehlen. Platz findet sie in Form von Pflaumenmus in der cremigen Sauce zum Fleisch. Ich bin gespannt, wie euch meine Zusammenstellung gefällt. Los geht's.

Rehrückenfilet mit Pflaumensauce, 
Brezelmuffins und Feldsalat mit Speckcroutons

Rehrücken als Hauptgang zu Weihnachten

Zutaten für Fleisch und Pflaumensauce (4 Personen):
  • 100g Bacon (in dünnen Scheiben)
  • 400-500g Filet vom Rehrücken*
  • 1 kleiner Ast Rosmarin
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • 5 Pimentkörner
  • 1 1/2 Zwiebeln
  • 1 TL Tomatenmark
  • etwas frisches Wasser
  • 125ml trockener Rotwein
  • 250ml Wild- oder Gemüsefond
  • Salz & Pfeffer
  • 1-2 EL Pflaumenmus
  • 1-2 EL kalte Butter

*Bitte achtet bei eurem Fleischkauf immer auf gute Qualität. Das zuständige Forstamt in eurer Region (hier am Beispiel Hessen) kann euch sicher ausgewählte Anlaufstellen für den Einkauf von Wild empfehlen. Wenn ihr Wildfleisch nicht mögt, könnt ihr dieses Gericht auch mit einer Schweinelende zubereiten.

Backofen auf 100°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bacon in einer Pfanne (in die auch das Rehfleisch passt) kross ausbacken, heraus nehmen und auf ein Küchentuch legen. 
Rehfleisch zusammen mit Rosmarin im Baconfett von allen Seiten kurz aber kräftig anbraten. 
Auf einen Rost legen und 30-40 Minuten im Ofen garen.

Rehrücken anbraten

Für die Sauce Zwiebeln schälen und fein würfeln. Ebenfalls in das Bratenfett von Bacon und Fleisch geben und zusammen mit etwas Tomatenmark dunkel anbraten. Dabei 2-3x mit etwas Wasser aufgießen, alles lösen, wieder eindicken und anbraten lassen. So entsteht ein tolles Aroma und eine schöne, dunkle Sauce.
Schließlich mit Rotwein ablöschen, Brühe angießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Pflaumenmus einrühren und auf kleiner Temperatur durchziehen lassen.
Vor dem Servieren durchsieben und mit sehr kalter Butter "montieren", also binden. Dabei muss die Sauce warm sein, darf allerdings nicht kochen. Die Butter wird mit einem Schneebesen untergeschlagen.

Zutaten für die Brezelmuffins*:
  • 250g alte Laugenbrezel
  • 1 TL neutrales Öl
  • 1/2 Zwiebel
  • 250ml Milch
  • 2 frische Eier
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • Muskat
*Ihr könnt die Muffins mit den oben genannten Zutaten auch als Brezenknödel zubereiten. Die Anleitung könnt ihr bei meinem Rezept für Semmelknödel nachlesen [KLICK].

Tipp: Beides könnt ihr bereits vor Weihnachten zubereiten und gut gekühlt oder gefroren aufbewahren. Die Muffins werden dann pünktlich zum Festessen kurz aufgebacken, die Knödel könnt ihr auftauen und in Scheiben geschnitten braten.

Entfernt das grobe Salz von euren Brezeln und schneidet sie in gleichmäßig kleine Würfel. In eine Schüssel geben. Zwiebel schälen, fein würfeln und in wenig Öl andünsten. 
Milch leicht erwärmen, Ei und Petersilie unterschlagen, großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. 1 Prise Muskat zugeben und die Mischung zusammen mit den Zwiebeln über die Laugenwürfel gießen.
20-30 Minuten durchziehen lassen.

Formen für Mini-Muffins aus Silikon müssen nicht gefettet werden, andere leicht mit etwas Butter einpinseln.
Die Masse reicht für ca. 20-30 Minis, je nach Muldengröße. Im vorgeheizten Backofen auf 170°C etwa 20 Minuten backen.

Rehrücken Filet als Hauptgang zu Weihnachten

Zutaten für den Feldsalat:
  • 150g Feldsalat
  • 3 EL mildes Rapsöl (oder ein anderes neutrales Öl)
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 TL Honig
  • 1 Messerspitze Dijonsenf
  • Salz & schwarzer Pfeffer
  • ausgebackener Bacon (siehe oben) 
  • optional einige in Butter geschwenkte Pfifferlinge
Feldsalat belesen, waschen und auf ein Sieb geben. 
Öl, Essig, Honig und Senf miteinander aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dressing direkt vor dem Servieren über den Salat geben und mit einigen Baconstückchen (und Pfifferlingen) dekorieren.

Rehrücken als Hauptspeise des Weihnachtsmenüs 2016


Mein Weihnachtsmenü 2016 im Überblick

06. Dezember 2016 - kalte Vorspeise
-
07. Dezember 2016 - Suppe
-
08. Dezember 2016 - Hauptspeise
Rehrücken-Filet mit Pflaumensauce, Brezelmuffins und Feldsalat mit Speckcroutons
-
09. Dezember 2016 - Dessert
Bratapfel-Tiramisu
-
11. Dezember 2016 - Eindecken & Deko



Und hier findet ihr die köstlichen Hauptgänge der anderen:

Kleiner Kuriositätenladen
Sweet Pie 
Bei Nadine gibt es Maronen Spätzle mit Gorgonzola Rosenkohl
gekleckert.de
Bei Jens gibt es Zander auf Graupenrisotto

Lecker macht Laune
Kleines Kulinarium
Gaumenpoesie
Irre Kochen

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Apfel-Rotkohl-Suppe fürs Weihnachtsmenü 2016

Willkommen zu Tag 3 unserer Menüwoche. Nach einem Aperitif am Montag und der Vorspeise gestern, gibt es heute einen Zwischengang. Das ist bei manchen von uns Salat oder ein kleines Gericht, bei mir gibt es ein warmes Süppchen.
Im November hatte ich ein ausgeprägtes Verlangen nach Kohl. Ich liebe ihn einfach in allen Variationen! Es gab Rosenkohl, Kohlrabi, Weißkohl, Wirsing und irgendwann landete auch ein wunderschöner Rotkohl in meinem Einkaufskorb. Wie ich euch bereits am Montag erzählt habe, ist Rotkohl als Gemüse ein echter Weihnachtsklassiker im Hause Soulfood. Ich bereite ihn, wie meine Mama, mit Apfelstückchen, etwas Essig und Johannisbeergelee zu. Für unsere Menüwoche wollte ich aber etwas neues ausprobieren und habe mich an einer flüssigen Version dieser Leibspeise versucht. Das Ergebnis war sehr farbenfroh und wirklich lecker.
Großer Pluspunkt der Suppe: ihr könnt sie vor Weihnachten zubereiten, einfrieren und pünktlich zum Essen erwärmen. Das spart euch viel Zeit und ändert nichts am Geschmack - ich habe das extra getestet ;-)
Mein gesamtes Menü ist so konzipiert, dass ihr einiges vorbereiten könnt und nicht den gesamten Tag in der Küche stehen müsst.
Die Links zu den anderen Vorspeisen unserer Weihnachts-Kochgruppe und einen Überblick über die gesamte Woche, findet ihr weiter unten.


Apfel-Rotkohlsuppe mit Brotchips


Dienstag, 6. Dezember 2016

Winter-Bruschetta als Vorspeise zum Weihnachtsmenü 2016

Liebe Soulfoodies, nun kann ich euch endlich verraten, was ich im November ganz heimlich in meiner Küche gewerkelt habe: in den nächsten Tagen zeige ich euch die 4 Gänge meines Weihnachtsmenüs 2016.

Damit ihr eine schöne Auswahl an Gerichten und Vorschlägen mit und ohne Fleisch oder Fisch erhaltet, bin ich nicht alleine fleißig gewesen, sondern mache gemeinsame Sache mit Sweet Pie, Kleines Kulinarium, Gaumenpoesie, Lecker macht Laune, Kleiner Kuriositätenladen, Irre Kochen und gekleckert.de
Die Damen und Herren haben bereits gestern mit einem weihnachtlichen Getränk angestoßen und ich kann euch die köstlichen Beiträge wärmstens als Einstieg in unsere Menüwoche empfehlen *hicks. Die Fotos findet ihr übrigens gesammelt auf Instagram unter #aiwfc2016 oder auf unserem Pinterest-Board.
Heute dreht sich auf unseren Blogs alles um die Vorspeise. Morgen folgen Suppe und Salat, am Donnerstag gibt es 8x den Hauptgang und am Freitag beschließen wir unsere Aktion mit einem Dessert. Am Sonntag, den 11. Dezember gibt es hier nochmal eine Zusammenfassung inklusive Tipps zum Eindecken und Dekorieren.

Wie plane ich ein Weihnachtsmenü?

Am wichtigsten ist für mich die Frage: wer kommt zu Besuch? Gibt es eventuell Abneigungen oder Unverträglichkeiten? Bei der engsten Familie weiß man darüber Bescheid, bei entfernten Verwandten oder Freunden, darf gerne nachgefragt werden. Ihr sollt euch nicht verbiegen und anschließend all eure Ideen verwerfen, aber wenn 4 von 6 Leuten kein Wild essen, wäre es sehr schade um das gute Fleisch. Ebenfalls zu beachten beim Thema Gäste: habt ihr genug Platz, ausreichend Sitzmöglichkeiten, Teller, Gläser und Besteck? Oma soll schließlich nicht auf dem Kinderstühlchen geparkt werden.

Wenn ihr euer Menü unter ein Motto stellen möchtet, könnt ihr die Tischdeko passend aussuchen und das Essen damit unterstreichen. An Weihnachten darf der Tisch richtig prunkvoll aussehen. Natürlich und trotzdem festlich, wirkt die Deko mit Tannenzapfen, Nüssen, Beerenzweigen und kleinen Weihnachtssternen.


Montag, 5. Dezember 2016

[Werbung] Weihnachtlicher Rotkohl-Salat mit Rapsöl

Ihr Lieben, in dieser Woche dreht sich alles um gutes Essen an Weihnachten. Heute darf ich Teil der schönen Aktion "7 Blogger - 7 Tage Rapsöl" sein und eine weihnachtliche Vorspeise zubereiten.
Mit meinem Beitrag eröffne ich die Runde und gebe morgen an Petra von "Hol(l)a die Kochfee" weiter. Doch worum geht es genau? Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP)* hat 7 Foodblogger versammelt, um die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten von Rapsöl aufzuzeigen. Und, dass Rapsöl natürlich auch für die Weihnachtsbäckerei und köstliche Festessen verwendet werden kann.

Seit vielen Jahren koche und backe ich mit mildem Rapsöl. Ich habe es immer als Grundnahrungsmittel im Haus und setze es universell ein. 2015 durfte ich an einem Rapsöl-Tasting der UFOP teilnehmen und war erstaunt, wie viele unterschiedliche Rapsöle auf dem deutschen Markt vertreten sind. Von beinahe geschmacksneutral bis kräftig nussig, raffiniert als Alleskönner der Küche und kaltgepresst für Salate, Dips oder Marinaden - es dürfte für jeden Geschmack ein passendes Rapsöl geben. 

Für mich als Rheumapatientin, hat Rapsöl den großen Vorteil, dass es zu den wenigen Nahrungsfetten gehört, über die wir uns in einem relevanten Umfang mit Alpha-Linolensäure versorgen können. Diese gehört zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wirkt sich sehr positiv auf rheumatische und andere entzündliche Krankheitsbilder aus.

Falls euch diese Fakten über unser heimisches Rapsöl noch nicht vollständig überzeugt haben, empfehle ich folgendes Salätchen zu probieren:

Apfel-Rotkohl-Salat


Rotkohl - der Weihnachts-Klassiker 

Meistens wird er als warmes Gemüse gegessen und dient als Beilage zum Festbraten. Eine schöne Alternative ist, das Rotkraut als Salat zu servieren. So macht er sich auch als Vorspeise oder Zwischengang in einem Weihnachtsmenü sehr gut.