Kichererbsen-Eintopf

12. November 2017

Ihr Lieben, vielleicht habt ihr während der letzten Wochen schon etwas bemerkt. Zugegebenermaßen lässt es sich auch kaum noch verheimlichen und wird spätestens mit diesem Beitrag jedem klar sein: Ich bin frisch verliebt! 
Manchmal kennt man sich schon seit Jahren und lebt nebeneinander her, ohne zu wissen, wie glücklich man gemeinsam wäre. So war es auch bei uns. Gelegentliche Treffen waren immer schön und auch irgendwie besonders, aber so richtig gefunkt hat es erst in diesem Jahr. Deshalb mache ich es heute offiziell: Kichererbse - ich liebe dich ♥ 
Du machst den grauen Herbst bunt, wärmst Herz und Seele und überraschst mich mit deiner Vielseitigkeit. Ich möchte nicht mehr ohne dich sein.

Kichererbseneintopf mit Kartoffeln

Vollkornwaffeln mit Apfel

31. Oktober 2017

Wenn es heute abend dunkel wird, rufen wieder viele Kinder "Süßes sonst gibt es Saures!" Dieser Drohung komme ich ausnahmsweise gerne nach.
Am vergangenen Samstag habe ich auf Instagram meine heißgeliebten Spinatwaffeln mit Feta geteilt und mir selbst wahrscheinlich den größten Hunger auf Waffeln gemacht. Bis Sonntag habe durchgehalten, aber dann wurde das Waffeleisen angeheizt und mit Teig befüllt. Wenig später duftete es nach herbstlichen Vollkornwaffeln mit Äpfelchen.
Anders als die guten Buttermilchwaffeln meines Opas, kommt diese Variante mit weit weniger Zucker aus und ein Ei sparen wir ebenfalls. Süße und Feuchtigkeit erhalten die Waffeln aus fein gewürfelten, aromatischen Äpfeln, wie zum Beispiel Cox Orange.

Vollkornwaffeln mit Apfel

Herzhafte Bratäpfel

29. Oktober 2017

Ihr Lieben, verbindet ihr den Herbst auch mit bestimmten Gerichten? So wie fast jede Jahreszeit sind bei mir natürlich auch die Monate zwischen September und Dezember  mit ganz persönlichen Lieblings-Gerichten verknüpft, die einfach nicht fehlen dürfen. So muss es beispielsweise zwingend jedes Jahr mindestens einen Zwiebelkuchen geben und auch die Zwetschgenknödel nach Omas Rezept sind im Küchenkalender vorgemerkt. Wenn die Tage kürzer und kühler werden, fange ich außerdem regelmäßig damit an, alles mit Käse zu überbacken. Dieses Jahr wurde das hier auf dem Blog sehr deutlich, beginnend mit den Paprika bis hin zum Spaghettikürbis.
Deshalb und weil ich in den letzten Monaten meine Vorliebe für Bergkäse entdeckt habe, musste ich dem Aufruf von "Food, People, Places" folgen und ein Rezept mit einem von 10 original Schweizer Käsen austüfteln.

Im Sommer bekam ich einen sehr aromatischen Heumilchkäse aus Tirol mitgebracht, in den ich mich spontan genussverliebte und nichts hätte mich besser auf die Käse-Herausforderung des Nachbarlandes vorbereiten können: den Swizzrocker.
Liebe Güte, hat der ein Aroma. Vor zwei Jahren hätte ich ihn wahrscheinlich nicht einmal angefasst, aber 2017 war offensichtlich das perfekte Jahr für unser Kennenlernen.
Als junger Wilder wird er von den Schweizern betitelt und besser kann man es kaum sagen.
Mit seinem kräftigen Aroma geht er einem direkt in die Nase, im Mund lässt er sich jedoch bändigen und wird etwas milder.
Welchen Gegenspieler gibt man einem solchen Käse? Ich habe mich letztendlich für eine Bühne entschieden, die den Swizzrocker glänzen lässt:

Herzhafte Bratäpfel mit Hackfleisch und karamellisierten Rotweinzwiebeln

Herzhafter Bratapfel von Jankes Soulfood

Pfannenbrot mit orientalischem Pesto

26. Oktober 2017

Ihr Lieben, heute geht "Das ultimative Pestoding" bereits in die vorletzte Runde und ich muss sagen, diese Aktion hat mir großen Spaß gemacht. Jeden Monat zu überlegen, wie ich ein Pesto neu und spannend verpacken kann, war eine schöne Aufgabe, der ich mich gerne gestellt habe. Außerdem war es mindestens genauso toll zu sehen, wie die anderen kreativ wurden und die leckersten Pesto-Rezepte zusammen gebaut haben.

Mein Pesto Nummer acht ist also ein orientalisch inspiriertes und ich kann euch verraten, dass es bereits seit Jahresanfang für November/Oktober auf meiner Liste stand. Geschmacklich gehören die Gewürze, die sich im Ras-el-Hanout vereinen einfach in den Herbst. 
Weniger klar war ich mir allerdings darüber, was ich meinem Pesto zur Seite stelle. Die Entscheidung fiel, als ich vor einigen Wochen, auf der Suche nach bangladesischen Rezepten, das Buch "Indisch kochen" von Sandra Salmandjee durchblätterte. Sie füllt darin ein Naan-Brot mit Panir, einem indischen Frischkäse und ich dachte, mein Pesto würde sich sicher auch gut in einem Pfannenbrot machen.
Bevor es nun aber mit dem Rezept weitergeht, möchte ich euch zeigen, was die anderen Teilnehmer der Oktoberrunde auf den Tisch gezaubert haben. Heute sind wir eine kleine, aber trotzdem sehr abwechslungsreiche Gruppe:

~ Kleiner Kuriositätenladen - Herbstliche Soupe au Pistou mit Möhrengrünpesto
~ Möhreneck - Brokkoli Pesto 


Das ultimative Pestoding im Oktober

Einfach selbstgemacht: Kichererbsen-Snack

20. Oktober 2017

Es ist Freitag, ihr Lieben - das Wochenende steht vor der Tür und vielleicht plant ihr bereits einen gemütlichen Abend mit Freunden oder freut euch auf eure Lieblingsserie bei Netflix? In diesem Fall hätte ich nämlich eine sehr leckere Knabberei für euch, die ihr ganz einfach und relativ fix zubereiten könnt: geröstete Kichererbsen.

Seitdem ich diese kleinen Knusperkugeln zum ersten Mal ausprobiert habe, steht immer ein Glas als Notfallration im Vorratsregal. Ja, richtig gelesen - ein Glas! Manchmal darf es auch schnell gehen und die vorgegarten Kichererbsen eignen sich prima für diesen Snack.
Natürlich könnt ihr eure Erbslein auch roh kaufen, über Nacht einweichen und dann in Wasser garen. Jeder wie er mag.
Das gilt übrigens auch für die Gewürze, die ihr ganz nach eurem Geschmack abwandeln könnt. Meine orientalische Lieblingsmischung gebe ich euch heute als Basis mit auf den Weg.

Geröstete Kichererbsen

Herzhafter Brotauflauf

10. Oktober 2017

Liebe Soulfoodies,
wo gekocht, gebacken und gegessen wird, da bleibt auch manchmal etwas übrig. Hand aufs Herz, bei jedem von uns ist schon einmal etwas im Müll gelandet, was andere noch mit Genuss verspeist hätten; aber wusstet ihr, dass in Deutschland jedes ACHTE Lebensmittel (oft noch original verpackt) weggeworfen wird? Eine erschreckend hohe Quote, gegen die wir alle gemeinsam etwas unternehmen müssen.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung* ruft deshalb zur Aktion Zu gut für die Tonne auf und hat mich eingeladen, mit euch über das Thema Lebensmittelverschwendung zu diskutieren. 
Dieser Einladung komme ich sehr gerne nach und möchte euch heute mein liebstes Resteessen vorstellen. Auch ihr könnt Teil der Aktionswoche werden und euer eigenes Statement oder ein Rezept auf Instagram unter #restezauber teilen.

Ich werde tatsächlich oft gefragt, wer die Leckereien, die ich euch hier zeige, eigentlich isst. Für mich war das schon immer eine seltsame Frage, denn natürlich essen meine Familie und ich diese Gerichte. Nichts auf diesem Blog wurde jemals bloß zum Fotografieren zubereitet! 
Wenn ich Reste übrig behalte und weiß, dass ich sie aus einem bestimmten Grund nicht mehr aufessen kann, friere ich die Portion ein oder schaue in der Familie, ob ich noch einen Abnehmer dafür finde. 
Am liebsten jedoch, und deshalb musste ich an dieser Aktion teilnehmen, kreiere ich aus Resten völlig neue Gerichte. Meistens kann man diese nie wieder genauso nachkochen, denn da treffen Saucen und Dips auf Nudel- und Auflaufreste, oder ein gekochtes Gemüse landet zusammen mit Käse und Wurstaufschnitt in einer Quiche. Ganz ehrlich - ich liebe diese kunterbunten Rezepte quer durch den Kühlschrank sehr.
Weit vorne in der Top 10 meiner liebsten Resteessen befindet sich der Brotauflauf. Brot wird mir nämlich immer wieder alt oder zu fest und solange es nicht von Schimmel befallen ist, weigere ich mich, es wegzuwerfen. Oft wird es zu Semmelbröseln verarbeitet, aber noch lieber ist mir ein Brotrest im Auflauf.  

Aktion: Zu gut für die Tonne

Schmierschelkuchen - ein traditionelles Rezept aus Lahnau

3. Oktober 2017

Auf diesen Beitrag freue ich mich nun schon eine ganze Weile. Es hat mehrere Monate gedauert, bis er endlich Gestalt angenommen hat; ich habe gelacht, geheult und wahrscheinlich einige graue Haare bekommen, aber hier ist er nun:
Alles begann mit der einfachen Anfrage nach einem alten Rezept aus unserem kleinen Dorf. Es ging um den "Schmierschelkuchen", in anderen Orten Mittel- und Oberhessens auch Schmierselkuchen (Schmierkuchen), Lohkuchen oder Lohplatz genannt.

Meine Oma und viele Frauen ihrer Generation haben ihn noch traditionell im Backhaus zubereitet, da er meistens und ursprünglich aus Brotteigresten hergestellt wurde. Hier haben wir auch schon die kleine Besonderheit dieses "Kuchens": der Boden ist ein Sauerteig.
Früher als "Arme-Leute-Essen" verschrien, war der Schmierschelkuchen in meiner Kindheit sehr präsent und gehörte zu vielen Dorffesten, nicht zuletzt natürlich zum beliebten Backhausfest. Meine Oma Tilly war eine Landfrau, wie sie im Buche steht. Bei ihr wurde deftig gekocht und rustikal gebacken. Natürlich alles ohne Rezept und nur nach Gefühl. An genau diesem Gefühl ist die erste Recherche nach ihrem Schmierschelkuchen-Rezept gescheitert. Mir klingen heute noch Anweisungen wie "ein Putchen Salz" im Ohr, aber auch die berüchtigten "Sauerteigknittel" sollten mich später noch verfolgen.

Langer Rede kurzer Sinn: es gab kein niedergeschriebenes Rezept meiner Oma.
Was wir fanden, waren Listen mit Zutaten, jedoch ohne Mengenangaben.
Mein Opa, der sich immer um das Backen der Brote gekümmert hatte, wusste lediglich, wie ein guter Schmierschelkuchen zu schmecken hat, jedoch nicht im Detail, wie man ihn zubereitet. An dieser Stelle bekam ich erste Sorgenfalten auf die Stirn.

Schmierselkuchen - Lohkuchen

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