Haschee - mein Kindheits-Soulfood

4. Mai 2015

Ihr Lieben, 
im Rahmen meines eigenen Events "Geschmackswandel" frage ich ja gerade: "Was hat euch früher überhaupt nicht geschmeckt, ist aber im Laufe der Jahre in eure Küche zurückgekehrt und mittlerweile zum Lieblingsessen avanciert?"

Bei Tinas Blogevent "Kulinarische Kindheitserinnerungen" hingegen, geht es genau um die Speisen, die wir in unserer Kindheit geliebt haben und deren Duft uns noch heute in diese Zeit zurückversetzt. Kindheits-Soulfood also ♥
Da wäre zum Beispiel die "Blümchensuppe", eine Grießsuppe mit Petersilie, die meine Oma immer zu Kartoffelpfannkuchen gemacht hat. Oder Mehlpfannkuchen und Arme Ritter (die bei uns Gille Schnirre heißen), Tomatensauce mit Ei oder Reisbrei mit Zucker und Kakao.

Entschieden habe ich mich allerdings für ein Gericht, das ich heute noch unwahrscheinlich gerne esse und dessen Geschmack nicht verändert werden darf. Ein typischer Samstags-Klassiker ♥ Ich gebe zu, es sieht nicht so spektakulär aus, aber es geht ja auch um den Geschmack und die ideellen Werte dieses Gerichtes :-) 

Nudeln und Haschee


Zutaten:
  • etwas Butter
  • 1 kleine Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3-5 Nelken
  • 3-5 Wacholderbeeren
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250g Schweinehack
  • 250g Rinderhack
  • Pfeffer
  • 1TL Senf
  • 1TL Sojasauce
  • 500ml leichte Gemüsebrühe
  • Paprikapulver (edelsüß) 
  • 1 EL Mehl + etwas Wasser
  • evtl. Salz zum Abschmecken

Erhitzt etwas Butter in einen Topf und dünstet die Zwiebelwürfel zusammen mit den Nelken, den Lorbeerblättern und den Wacholderbeeren darin an. Rührt das Tomatenmark unter und lasst es ordentlich anrösten.
Gebt dann das Schweine- und Rinderhack dazu und bratet es krümelig an. 
Als nächstes kommen Pfeffer, Senf und Sojasauce dazu. Mit Gemüsebrühe aufgießen und das Paprikapulver unterrühren. Alles auf mittlerer Hitze 15-20 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

Ratet mal, was sich in diesem Topf befand :-)
Das Haschee meiner Kindheit wurde immer ordentlich gedickt. Heute mag ich es etwas flüssiger. Vermischt einfach einen EL Mehl mit etwas Wasser und rührt es unter. Aufkochen lassen und fertig. Bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken.

Dazu gibt es die Lieblingsnudeln UND bitte nicht lachen - Apfelmus :-)
Bratensauce und Apfelbrei liebe ich seitdem ich denken kann. Habt ihr auch so eine ungewöhnliche Leidenschaft? Mein Onkel isst beispielsweise Vanillepudding mit Bratensauce, was ja noch eine Nummer härter ist als mein Apfelbrei!!! 

Verratet mir doch gerne eure kleinen kulinarischen Irrungen und Wirrungen in einem Kommentar. Ich husche nun fix rüber zu Tina, denn das Event ist schon beinahe zu Ende. Wenn ihr mögt, kommt doch nach und schaut euch die anderen Kindheitserinnerungen an.
Liebe Grüße, eure Janke


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Kommentare:

  1. Hihihi - das gab es bei uns ganz oft am Samstag. Was schnell gemacht und sehr lecker. Das ist auch für mich ein echtes Kindheitsessen. Wenn ich es heute koche, dann auch immer an einem Samstag, Traditionen muss man bewahren :-)
    GLG Bea

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    1. Absolut, liebe Bea ♥
      Viele Grüße und Danke für deinen Kommentar, Janke

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  2. Man sieht dem Foto von dir als Kind wirklich an, dass du es geliebt hast.
    Meine Nichte und mein Neffe haben Nudeln mit Hack (so nannten wir es, weil Haschee war für uns was mit Innereien *schüddels) in Tomatensoße auch geliebt. Jedenfalls wenn ich am Herd stand, die Soße ihrer Mama haben sie gehasst *lach*, dabei ist meine Schwester um einiges älter wie ich und hat ne Hauswirtschaftsschule besucht.....

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    1. Meine Mam konnte mir auch von einem "Lungenhaschee" berichten.... das wäre sicherlich nicht mein liebstes Kindheitsessen geworden *bääähhh

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  3. Liebe Janke,

    ich steh ja total auf Haschee - wie konntest du das nur erraten? Als Kind war ich auch ganz verrückt danach.
    Und dein Foto???? Das ist ja mal der Oberknaller - ich hab jetzt wirklich hin und her überlegen müssen, welches davon ich in die Zusammenfassung aufnehme. :-)

    So schön, dass du mitgemacht hast!

    Liebste Grüße, Tina

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    1. ohhh... das freut mich sehr, liebe Tina.
      Da sind total schöne Gerichte beisammen gekommen, bei deinem Event.
      Liebe Grüße
      Janke

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  4. Haschee gab es für mich immer nur bei Freunden... mein Vater wusste nicht was ich meine und kochte dann immer Bolognese. :-) Ich selbst habe nie wirklich versucht es nachzukochen, aber mit dem Rezept hier werde ich es mal Probieren, das hört sich genau nach dem an was die Mama eines Klassenkameraden uns immer nach der Schule aufgetischt hat :-)
    An wirkliche "Irrungen" kann ich mich nicht erinnern... vielleicht weil mein Vater eben kulinarisch nicht sehr kreativ war! Er hat immer für uns gekocht, aber eben nach Rezept!
    Viele liebe Grüße,
    Liz MiniMe

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    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, Liz.
      Janke

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